Offene Gespräche mit lokaler Wirtschaft
Traditionell nutzen wir die Sommerzeit, um mit ortsansässigen Unternehmen ins Gespräch zu kommen und uns einen Eindruck von deren Arbeit zu machen. Drei Unternehmen öffneten uns in diesem Jahr ihre Türen: das McDonald's-Restaurant von Marc Sachse, das Autohaus Hetzler und das Hengstenberg-Werk. Unser Partei- und Fraktionsvorsitzender Ingmar T. Theiß ermutigte die Unternehmer bei allen drei Stationen ausdrücklich dazu, Verbesserungsvorschläge und Kritik offen und direkt zu äußern. „Nur wenn die konkreten Probleme aus der Praxis bekannt sind, kann die Politik die richtigen Konsequenzen ziehen“, so sein Appell. Begleitet wurden unsere Kommunalpolitiker von der Landtagsabgeordneten Claudia Ravensburg, die jedes Jahr ihre parlamentarische Sommerpause nutzt, um die Kommunen ihres Wahlkreises zu bereisen, sowie von der CDU-Landratskandidatin Anna-Maria Bischof, die gebürtig aus Fritzlar stammt..jpg)
Obwohl die Branchen der drei Unternehmen so unterschiedlich sind, haben sie alle gemeinsam, dass sie familiengeführt sind. Selbst der Franchise-Unternehmer Marc Sachse wird bei der Geschäftsführung von Mutter Eva-Maria und Tochter Anna-Sophie Sachse unterstützt. Aus einem Restaurant ist ein Unternehmen mit heute sechs Standorten und insgesamt 270 Mitarbeitern geworden. Das Fritzlarer Restaurant, welches im Dezember 1997 eröffnete, bildet mit 55 Beschäftigten bis heute den Mittelpunkt des Unternehmens. Sachse berichtete von einer insgesamt positiven Entwicklung seines Betriebs. Gleichzeitig schilderte er die zunehmenden Belastungen, wie die aufwendigen Schlussabrechnungen der Corona-Hilfen sowie bürokratische Hürden bei der Errichtung des jüngsten Restaurants in Schwalmstadt. Sein Fazit fiel deutlich aus: „Immer neue Auflagen nehmen Unternehmern zunehmend die Freude daran, Neues zu schaffen.“.jpg)
Im Autohaus Hetzler begrüßte Geschäftsführer Alexander Host unsere CDU-Delegation gemeinsam mit seinen Eltern Josef Host und Gisela Hetzler-Host. Auch hier prägt bereits die dritte Generation die Entwicklung des Familienunternehmens.
Was 1953 als Betrieb für Landtechnik begann, hat sich zu einem modernen Automobilhaus mit Standorten in Fritzlar, Kassel und Göttingen entwickelt. Rund 200 Mitarbeiter arbeiten heute in der Unternehmensgruppe, bei der neben Volvo inzwischen auch Hyundai, Mazda sowie die Elektromobilitätsmarken Polestar und Lynk & Co. zum Angebot gehören. Host beschrieb die tiefgreifenden Veränderungen der Automobilbranche. Elektromobilität, Digitalisierung und neue Marktteilnehmer verlangten erhebliche Investitionen und stetige Weiterbildung. Trotz dieser Herausforderungen setze das Unternehmen konsequent auf Innovation und langfristiges Wachstum. Während des Werkstattbesuchs wurde Anna-Maria Bischof zum Reifenwechsel aufgefordert, was die Landratskandidatin gekonnt meisterte.
Beim Besuch im Hengstenberg-Werk erhielten die Besucher einen Eindruck von Europas größter Sauerkrautproduktion sowie der Herstellung von sauren Gurken.
Werksleiter Christoph Jäger und der technische Leiter Jörg Süllner stellten den Produktionsstandort vor, in dem rund 90 Stammbeschäftigte sowie rund 60 saisonale Arbeitskräfte beschäftigt sind.
Die Verantwortlichen berichteten von umfangreichen Investitionen in die moderne Abwasser- und Klärtechnik sowie von den derzeit laufenden Maßnahmen zur weiteren Reduzierung von Geruchsemissionen. Diese seien ausschließlich aufgrund behördlicher Vorgaben erforderlich geworden, obwohl es aus der Bevölkerung keine entsprechenden Beschwerden gegeben habe.
Für Claudia Ravensburg MdL bestätigten die Gespräche einen Eindruck, den sie auf ihrer Sommerreise immer wieder gewinnt: „Unsere Unternehmen investieren, bilden aus und übernehmen Verantwortung für ihre Beschäftigten. Gleichzeitig wünschen sie sich einen Staat, der ermöglicht statt ausbremst. Genau diese klare Botschaft aus Fritzlar nehme ich mit nach Wiesbaden.“ Anna-Maria Bischof zog aus den Gesprächen das Fazit: „Wir brauchen wieder mehr Vertrauen in die Eigenverantwortung der Menschen und Unternehmen vor Ort. Nicht jede Idee braucht eine neue Vorschrift, nicht jedes Risiko einen zusätzlichen Nachweis. Als künftige Landrätin will ich mich dafür einsetzen, dass unsere Betriebe im Schwalm-Eder-Kreis wieder mehr Freiraum zum Wirtschaften bekommen, statt von Auflagen ausgebremst zu werden.“